Karibu!
- Willkommen (zu einem halben Jahr) in Tanzania! Das habe ich in den letzten Tagen nicht nur oft gedacht, sondern auch sehr oft gehoert! Freundlich wurde ich schon auf dem kleinen Flugahfen von Dar es Salaam begruesst, genauso in den Strassen von Dar es Salaam und weiter eben in den lezten Tagen auf der Reise quer durch Tanzania (ca. 1000 Km) zu meiner neuen Heimat Mwanza. Diese Freundlichkeit liess mich sicher einige andere extreme Eindruecke leichter nehmen, sei es die fruehe und rasche Dunkelheit, das allein unter sonst nur Schwarzen Gefuehl oder die mit Sicherheit (bis jetzt) extremste Busreise (12 Std in einem aeusserst klapprigen Gelaende-Bus, in der lezten Reihe neben zwei stillenden Frauen gequetscht sitzend und bei unglaublichen Strassen – besser Wegverhaeltnissen an die Decke huepfend).
Jedenfalls bin ich angekommen und Mwanza. Und nach nur einigen Tagen in Tanzania faellt es mir schon schwer diese vielen und krassen Eindruecke zu sortieren, gescheige denn hier Euch zu schreiben. Dieses Land ist einfach so unglaublich anders!
Kurz noch etwas zu meinem Projekt, in dem ich in den naechsten Monaten Taetig sein werde: Auch hier wurde ich sofort von vielen Kindern umringt, unglaeubug angefasst oder misstrauisch beaeugt. Und natuerlich freundlich begruesst! Ein Haus fuer Aidswaisen, man stelle ich vor: Dreistockbetten, in denen jeweils bis zu drei Kinder schlafen, ein schoener aber zugemuellter Innenhof, in dem geschaetzt rund 1000 grosse Victoria-See-Fische zum trocknen herumliegen (weil sie gestern als Spende der Regierung unerwartet vorbeigebracht wurden und nun verarbeitet werden muessen…). Ein grosses Feuer, auf dem mit einfachsten Mitteln fuer alle gekocht wird. Und ueberall total lieb schauende Kinderaugen, die sich fuer uns so ungewhnt von ihren schwarzen Koerpern abheben.
Bin sehr gespannt, was ich mit ihnen auch hier erleben werde, die Einfachheit in der die rund 130 Kinder hier leben laesst mich schon jetzt extreme Erlebnisse erwarten.
Karibu also – zu lesen und schauen, was ich in den naechsten Monaten hier arbeiten, welche Abenteuer ich hier erleben werde und was mich dabei bewegt wird. Eventuel (je nachdem wie sich hier mein Internet Zugang einspielt…) werde ich eine weitere Kategorie mit ausfuehrlicheren Berichten einrichten, dann kommen sowohl Lesefaule als auch Lesefreudige auf ihre Kosten…
uuh! das ist wie ein kleines bisschen selber in einer anderen welt sein… busfahren in afrika – das zaubert voll die bilder in meinen kopf und erinnerungen werden wach. ein lächeln und sanftes kopfschütteln… wirklich bus fahren kann man das, was die da machen, nicht nennen, wenn man im westen groß geworden ist
an manchen stellen bin ich ja froh hier zu sein, aber im großen und ganzen beneide ich dich doch sehr um deine zeit dort.
freu mich auf deine erzählungen und bilder!
siempre vienes con el sol
änneken
(& ich glaube du kannst den kindern dort viel geben, weil du so bist, wie du bist)