<!–[if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 <![endif]–><!–[if gte mso 9]> <![endif]–> Heute möchte ich Euch auf einen Ausflug zu meiner Arbeit im Hisani-Center for Women and Children Rights (Waisenhaus) mitnehmen:
Möchte man zum Hisani-Waisenhaus gelangen, so muss man die geteerte Hauptsstrasse, welche von Mwanza bis zur kenianischen Grenze führt nach ca. 16 km links verlassen. Man gelangt dann in das dicht besiedelte, relativ arme Stadtteil Buswelu und erreicht nach nach 30 Gehminuten über staubige Straßen ein großes Tor mit der Aufschrift „Hisani Center – Makao ya Watoto“ (Hisani -A Home for Children). Hat man sich nicht gerade angeschlichen oder kommt mit dem Hisani Jeep, haben sicher ein paar Kinder die Ankunft bemerkt und öffnen einem gekonnt das große zweiflügelige Tor. Hinein geht’s in einen großen Hof, indem man im Schatten von einigen großen Bäumen nach und nach immer mehr Kinder entdeckt. Kinder jeden Alters, von 2 – 18 Jahren. Die meisten sitzen in Gruppen auf kleinen Holzbanken vor an Bäumen lehnenden Tafeln und folgen Erklärungen älterer Kinder. Andere, vor allem die ganz kleinen, spielen aber auch auf einem der Autowracks oder dem großen blauen Truck, der halb eingebuddelt mitten im Hof steht. Und wieder andere kümmern sich um die qualmenden Töpfe auf der rauchigen Feuerstelle. Erst mit der Zeit bemerkt man, dass hier wirklich über 80 Waisenkinder auf engstem Raum miteinander leben, lernen und arbeiten.
Wahrscheinlich wird man bald nach Ankunft eine kleine Führung durch die den Hof umgebenden Gebäude erhalten. Hier gibt es zwei große Schlafbereiche (je einer für die Jungen und die Mädchen) in denen dicht an dicht große Dreistockbetten stehen. Dazwischen befindet sich eine viel zu kleine „Bibliothek“, in der nach Einbruch der Dunkelheit die Kinder dicht gedrängt an Tischen und auf dem Boden sitzend ihre Hausaufgaben machen. Zuletzt wird man als Gast in den zentralen und dennoch kleinen Raum geführt, wo der Fernseher die Anwesenden den ganzen Tag mit Live-Debatten aus dem tanzanischen Parlament versorgt, und man heute von den Kids sicherlich Essen und eine Cola serviert bekommt.
Bleibt man vielleicht sogar den ganzen Tag, wird man sicherlich mitbekommen, wie die Kinder ihren alltäglichen Aufgaben und Tätigkeiten nachgehen: Man sieht in der einen Ecke wie die kleinen Kinder von größeren abgeschrubbt werden, wie woanders von Hand Wäsche gewaschen wird, wie von den Kindern Mais gesiebt und gewaschen und anschließend zum trocknen auf großen Planen ausgelegt wird und wie bei Mama Grace einige Kinder anstehen, um mit der Rasierklinge die Fingernägel geschnitten zu bekommen. Immer wieder wird man von den Kindern umringt, neugierig wegen der weißen Hautfarbe und den vielen Haaren beäugt und auch zum spielen aufgefordert. Die Älteren werden vielleicht nach einem respektvollen „good evening, Sir“ wieder zur Schule oder einer ihrer Arbeiten zurückkehren…Wenn dann bei Einbruch der Dunkelheit die Mücken die Menschen in ihr Häuser treiben, sitzt man wieder im Wohnzimmer sieht, wie immer wieder Kinder kurz Grace und Fred (die Waisenhaus-Eltern) und auch den Gästen ihre Hausaufgaben vorzeigen und dann wieder im voll gestopften „Lernraum“ verschwinden. Oder es ist Wochenende, dann schauen 190 Kinderaugen in einem überfüllten Raum gebannt auf den kleinen Fernseher…
Natürlich wird man am Ende eines solchen Besuchs auch wieder gebührend von den Kindern verabschiedet und zum Tor begleitet…
TOLLLLLLL!!!!!!!!!
Hujambo?
Ich hoffe, dass du dein Krankheitstief überwunden hast und mit einem echten „keine Probleme (Sijambo)“ auf die Frage der Tansanier antworten kannst…
Echt blöd, dass es dich auch gleich zu Beginn mit ner Malaria erwischt hat… kenne die Aussagen, dass man sämtliche Statistiken durcheinander wirbelt auch selbst zur genüge…
Hoffe, dass du dich dennoch in die sehr fremde Welt langsam einleben und dich auf die dortige Lebensweise einlassen konntest / kannst…
Ja Tansania ist anders – sehr anders als Deutschland, aber gerade vielleicht deshalb auch zugleich so faszinierend…
Im fernen Deutschland hab ich nun endlich, dank deiner Ordnerweisen Unterstützung, die Hörprüfung mit Bravour hinter mich gebracht…
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel, viel Gesundheit!!!!!
Auf das die Mosquitos einen weiten Bogen um dich machen (wir hatten übrigens so einen elektrischen Tennisschläger – der hilft echt super und macht auch ein wenig Spaß mit dem Teil auf Jagd zu gehen… vielleicht gibt es so was auch in Mwanza)
In diesem Sinne,
Liebe Grüße
Rhiny