HeHo,
ich dachte mir, es ist mal wieder Zeit fuer einen kurzen Bericht zu meiner allgemeinen Befindlichkeit:
Natuerlich schreibt man so etwas selten wenn es einem schlecht geht. Daraus kann man also schon schliessen, dass ich mich hier grad nich so unwohl fuehle. In diesen Tagen passt einfach alles perfekt. Ich fuehle mich sehr heimisch in unserem Haus in Buswelu, bin auch mit dem zufrieden, was ich in meinem Projekt erreiche (habe in einer Unterrichtseinheit von allen Kinder Steckbriefe erstellen lassen, ein grosser Erfolg, weil die Kinder viel gelernt haben und wir nun eine ganze Wand voll Informationen ueber die Kinder haben, die nicht mal Fred wusste…).
Und das Leben neben der Arbeit hat momentan so viele kleine schoene Momente fuer mich bereit: So geniesse ich es z. B. immer mehr, bei einem Stadtgang ueber den chaotischen Markt zu streifen, dann iregndwo bei einem kleinen Hinterhoflaedchen ein Eis zu essen, sich aus zu kennen und zu hause zu fuehlen. An den Wochenenden bekomme ich eigentlich immer Besuch in Buswelu, dann sitzen wir bis spaet zusammen, sind manchmal betrunken, schlafen lange, richten wir ein dekadentes Fruehstueck her (sogar mit Kaese und Musik!), und werfen ganz typisch Afrika alle Plaene vom Vortag ueber den haufen und verbringen den naechsten Tag im Hof spielend, lesend, schlafend oder nichts tuend…
Aktuell sitze ich grad bei einem Freund, nutze die seltene Gelegenheit einer Flat und werde dann gleich zu einer (hoffentlich nicht allzu WaZungu lastigen) Party aufbrechen… Und am Mo wache ich dann wieder in der afrikansichen Realitaet auf, die aber ja aber z. Z. ebenso aufregend und schoen ist!
Bei aller Ueberschwenglichkeit, mein Computer ging heute kaputt, hoffe ihn in den naechsten Wochen reparieren zu koennen, kann also sein, dass meine Internet und Email Praesenz etwas zurueck geht. Pole sana, wuerde man hier dazu sagen.
Hoi Timo
Du beschreibst, das es dir spass macht über den Chaotichen Markt zu streifen.
Dazu fällt mir aus meiner Zeit in Libreville (Gabon) eine sache ein: In Libreville, die Hauptstatt, gibt es eine einzuíge Ampel.
Ich habe es immer wieder genossen, in der nähe dieser Ampel zu sitzen um mir das Verkehrschaos rund um diese, von niemandem beachtete, stur vor sich hin blinkende, Lichtzeichenanlage zu betrachten.
Faszinierend war, das ich nicht ein einziges mal einen nennenswerten Unfall gesehen habe, und ich habe oft da gesessen.