Hier also noch der versprochene schriftliche Nachtrag zu meiner Kenia und Zanzibar Reise:
Allerdings wird ich mich auf ein paar besondere Erlebnisse beschränken, denn erstens ist diese Reise und damit leider auch die Erinnerungen schon wieder sehr weit weg und zweitens will ich hier lieber nur kurze Eindrücke schreiben, sonst macht das lesen nicht so einen Spass.
Insgesamt war ich ja zwei Wochen unterwegs, davon eine Woche mit Hannah (einer befreundeten Volontärin) in Kenia und dann noch eine Woche wieder in Tanzania und Zanzibar.
Von unserer Ankunft in Nairobi hatte ich ja schon geschrieben…Trotzdem hab ich Nairobi super in Erinnerung: Sehr freundliche Menschen, schöne Dachterassen (besonders zum Genuss der in der Öffentlichkeit verbotenen Zigaretten/Bier geeignet) und eben endlich mal wieder so etwas wie eine Großstadt – mit perfekter afrikansicher Durchmischung! Nachdem Hannah ganz brav mit dem zugverrückten Timo im Railway Museum Nairobis alles über Eisenbahnen in Afrika gelernt hatte, nahmen wir dann einen noch funktionierenden Zug nach Mombasa, eine Fahrt wie zu britischen Kolonialzeiten: Keniainsche Pampa draußen, drinnen Luxuskabine (wg außer in 1.Klasse üblicher Geschlechtertrennung hatten wir diesen…), ein Gong der zum Frühstück ruft und dann im dining car sausges, eggs, toast, jam… Und ein britisches Filmteam, welches mich für eine Doku über Kenia und Züge zuerst interviewte und dann noch meine (für sie irgendwie nicht verständliche und deshalb wohl so interessante) Suche nach Kontakt zur lokalen Bevölkerung (zuerst beim Umstieg in dritte Klasse, dann beim Lokführer) filmisch festhielt.
Mombasa war dann mit ungewohnter Altstadt Architektur und muslimischer Prägung ganz anders als Nairobi, der indische Ozean lockte uns dann aber schnell an einen der vielen Traumstrände weiter südlich.
Zurück in Tanzania (nach aufregender Diskussion mit Grenzbeamten, die uns wegen eines angeblich falschen Visum festhalten und dann Geld wollten) gings nach Bagamoyo, einem verschlafenen Nest, welches mich aber wegen der vielen Bomas (Häuser aus deutscher Kolonialzeit) faszinierte.
Von der Dhaufahrt berichtete ich, dieses war ein so schnell nicht zu übertreffendes Erlebnis!
Inzwischen ohne Hannah unterwegs, begab ich mich auf Zanzibar in altbekannte Kreise: Mit einigen der vielen z.Z. in Tanzania weilenden deutschen Sonderpädagogen (ein Programm der Kölner Uni), wohnte ich privat bei einem Inder mitten in Stonetown und hatte deshalb schon bald wieder Begriffe wie Integration, Inklusion Gutachten sehr gegenwärtig!
Zum Glück feierten die vielen Muslime auf Zanzibar grad „Eid al Fitr“, das große Abschlussfest des Ramadans, weshalb wie viel in den schönen und unzähligen kleinen Sträßlein Stonetowns unterwegs waren. Besonders war vor allem das Essen, an voll beladenen Ständen gab es Cocosbrot, Octobus, Krebsfleisch und jeglichen Fisch eine wahnsinnige Vielfalt, die mich jeden Abend mit übervollem Magen ins Bett gehen lies. Nicht zu vergessen sind natürlich Zanzibars Strände, an denen wir auch einige Zeit mit (eindlich mal wieder richtig gutem) Beachvolleyball, Lesen und (wie immer) Bier trinken verbrachten.
Auf dem Rückweg nach Mwanza machte ich noch einen Zwischenstopp bei einer Freundin in Morogoro, die aufgrund von hier total üblichen Pannen nervige Rückfahrt (letztlich brauchte ich fast 30 Std) erhöhte aber nur meine Vorfreude, endlich wieder irgendwo richtig anzukommen…