Heute will ich mal vom lieben Geld berichten, schließlich ist es wie (fast) überall auf der Welt täglich im Einsatz und immer allgegenwärtig: In Tanzania gibt es die tanzanischen Shilingi (TSH), einige für uns fast wertlose Münzen und viele etwas wertvollere (oftmals alte Lappen) Scheine. Beim täglichen Umgang hat man (und irgendwie besonders als Mzungu) ein Problem, welches die Kleingeldprinzessin wohl nicht hätte: Immer fehlt einem Kleingeld (hier „changi“). Bei z.B. einer DalaDala Fahrt kommt es durchaus schon mal zu einem längeren Stopp, weil der „Kassierer“ (hier Conductor genannt) auf der Straße umherrennt und versucht, den 5000 er zu wechseln. Selbst auf dem Hauptpostamt musste ich neulich warten, weil ein paar Tausender Wechselgeld fehlten. Vermutlich wird Geld einfach gleich wieder weiter ausgegeben, also hat man folglich selten „Haben“, also Wechselgeld. Der DalaDala Fahrer z.B. vertankt nach dem Einsammeln oft gleich wieder das Fahrtgeld…
Als Weißer hat man, und wird hier auch immer entsprechend gesehen, ja meistens viel Geld. Das führt zu anderen Problemen, denn man bekommt, wenn man nicht passend zahlt ganz selbstverständlich kein Rückgeld (obwohl ja vielleicht welches da wäre). Da der größte erhältliche Geldschein von 10.000 TSH umgerechnet nur ca. 6,25 Euro wert ist, führt dies öfters mal zur Überfüllung der Geldbörse. Ein Problem eben besonders der Weißen. Und irgendwie auch bezeichnend für dieses Land, denn Summen über 100.000 TSH sind für den größten Teil der Bevölkerung wohl astronomisch und fern jedes Vorstellungsvermögens.
Die Textzeile der Kleingeldprimzessin „…sie kaufen Dinge, die sie nicht brauchen, von Geld das sie nicht haben…“ passt aber eher zu uns Weissen, wie ich finde.