Wenn einer eine Reise tut dann kann er was erzählen…
Nun bin ich also wieder zurück.
Das ist ein ganz komisches Gefühl. Denn irgendwie spüre ich, dass ich hier nicht hingehöre. Manchmal denke ich auch, ich träume. Und doch, ich bin zurück und brauche wahrscheinlich nur wenig (mehr) Zeit, um mich hier wieder ein zu finden.
Von vielen Erlebnissen habe ich hier auf meinem Blog berichtet, viele Eigenheiten des afrikanischen Kontinents beschrieben. Und doch ist dies längst nicht alles, was ich neben meinem super schweren Rucksack aus Ostafrika mitgebracht habe. Die Erfahrungen, Glücksmomente, Begegnungen, Tiefs, Erlebnisse sind so vielfältig, dass sie mich wohl noch lange begleiten und immer ein wenig sehnsüchtig nach der weite der Welt machen werden…
Ich hoffe, dass dieser Blog Euch zumindest ein wenig näher gebracht hat, was mich in diesen letzten sechs Monaten bewegt hat. Darüber hinaus hoffe ich aber auch, ein wenig (Ost) Afrika in die weite Welt transportiert zu haben. Denn ich denke, man kann besonders auf dem „vergessenen“ Kontinent viel lernen, was uns in der westlichen Welt vielleicht noch nie in den Sinn oder abhanden kam. Man muss beim Stichwort Afrika eben nicht immer sofort an Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit denken. Leider hat nicht jeder hat die Möglichkeit nach Afrika zu reisen, deshalb, vielleicht haben ja meine Randgeschichten ein wenig zum besseren Verständnis der Menschen, der Kulturen und den Problemen hier beigetragen.
Nachdem ich nun meine Berichte noch mal alle las, fiel mir auf, dass ich wenig von Schwierigkeiten, negativen Erlebnissen oder allgemeinen Missständen berichtete. Natürlich gab es Situationen, die nicht schön waren, gab es Probleme und Zweifel. Darüber lässt sich, so finde ich besser persönlich reden und diskutieren. Insgesamt machte ich aber viel mehr positive Erfahrungen und Situationen. Insofern spiegelt dieser Blog durchaus ein realistisches Bild wieder, auch wenn es manch einer nicht glauben mag.
Außerdem sind die Medien genug mit schrecklichen Nachrichten gefüllt, ich wollte bewusst hier dem etwas entgegen setzen.
Nicht zuletzt war mein Ziel mit diesen Berichten aber auch, Euch daheim zu ermutigen, den Schritt in die weite Welt zu wagen!
Denn…
“Viel zu spät begreifen viele
Die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur.
Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist’s! Reise, reise!“ (Wilhelm Busch)

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